Weiter geht’s

Nun ist es schon ein Weil­chen her, dass etwas Neu­es erzählt wur­de.  Die Solar­pro­duk­ti­on hat sich jeden­falls gut bewährt. 

Auch die letz­ten drei Wochen waren auf­re­gend und aktiv. 

Also, was haben wir gemacht: 

Gleich am ersten Wochenende …

Kurz ent­schlos­sen fuh­ren wir in den Spree­wald. So kurz wie wir den Spir­to haben, woll­ten wir nicht gleich „frei“ ste­hen. Also haben wir uns bei einem pri­va­ten Ver­mie­ter ange­mel­det. Haben dort nach Koka­inz gut hin­ge­fun­den und einen ein­sa­men Stell­platz auf der Wie­se belegt, unter­halb des Dei­ches des „Nord­um­flu­ters“. Die Kos­ten belie­fen sich auf 20€ pro Nacht und wur­den am Sams­tag früh per App bezahlt. Eigent­lich woll­te der Besit­zer kei­ne Hun­de haben, jedoch durf­ten wir ste­hen blei­ben und konn­ten uns die Geschich­te um das Grund­stück anhö­ren. Wie es sei­nen Groß­el­tern gehör­te und dem Vater ver­erbt wur­de und die­ser das vor­de­re Grund­stück an den Bru­der ver­schenk­te. Die­se Eigen­tü­mer haben auch gleich am Frei­tag nach unse­rer Ankunft die Zufahrt mit einem Pfahl noch ein wenig schma­ler gestal­tet, nach­dem schon vie­le Büsche und Äste auf die Zuwe­gung ragten. 

Am Mor­gen gab es selbst gemach­te Bröt­chen auf der Wie­se bei schöns­tem Son­nen­schein. Dazu Kaf­fee mit Hand gebrüht sowie Mar­me­la­de und Honig.

Da wir in der Nähe von Burg näch­tig­ten, sind wir am Sams­tag dort auch hin­ge­lau­fen. Ein schö­ner Weg über die Wie­sen, vor­bei an eini­gen Gehöf­ten, bis zum Bis­marck­turm und wei­ter zum Eis­la­den in der Stadt. Grieß­brei­eis, Gur­ken­eis und ande­re Sor­ten schme­cken hier beson­ders gut. Zum Abend­brot noch ein Glas Gur­ken (Knob­lauch) ein­ge­steckt und dann zurück. So rich­tig nach Knob­lauch haben die­se jedoch nicht geschmeckt. Waren immer­hin lecker. Auf dem Dach die Solar­an­la­ge pro­du­zier­te ein wenig Strom. Lan­ge blie­ben wir nicht mehr drau­ßen, da es bald anfing zu reg­nen. Auch drin­nen ist es für alle drei aus­ge­spro­chen gemüt­lich. Selbst ohne Fern­se­her oder ande­re Medi­en kommt man sehr gut aus. Da reicht das Buch oder wir unter­hal­ten uns über alle mög­li­chen Din­ge. 
Für den Sonn­tag wie­der lecker Bröt­chen. Das wird wohl der Stan­dard wer­den. Den Teig hat Musel zu Hau­se zube­rei­tet und eine Hälf­te für Sams­tag in den Kühl­schrank und die ande­re Hälf­te ins Gefrier­fach getan. Dazu gab es noch fri­sche Eier und Sekt. Also ein rich­ti­ges Sonn­tags­früh­stück wie es so im Buche steht. 
Klar ist die Zube­rei­tung nicht gera­de ein­fach mit zwei Flam­men: Bröt­chen 25–30min, Eier kochen 8min und Kaf­fee das Was­ser sechs Minu­ten und das Brü­hen dann auch noch mal 7min. Es ent­schleu­nigt alle­mal. Zeit genug ist auch vor­han­den. Also war­um stres­sen. 
Auf Grund des ver­eng­ten Grund­stü­ckes woll­ten wir dort nicht mehr lang­fah­ren und sind kur­zer­hand ein­fach über die Fel­der bis zur Stra­ße gefah­ren. Das ging gut. Wir sind nicht ein­ge­sackt oder ste­cken geblie­ben. Scha­de für den Bau­ern, dass jetzt der Boden ver­dich­tet ist. 

 Veränderungen für Spirto vorgenommen … 

End­lich wur­de die LiPoFe4 gelie­fert. Es ist schon ein mäch­ti­ges Teil. So rie­sig in den Aus­ma­ßen und ganz klar auch in der Kapa­zi­tät. Wei­ter­hin auch noch ein Bat­te­rie­com­pu­ter.  Der Vor­teil eines sol­chen Mess­ge­rä­tes ist nicht wie im Stan­dard die Anzei­ge der Span­nung (13,4 V … 12,6V … 11,8V) son­dern die Strom­stär­ke und abge­lei­tet davon die „Reich­wei­te“. So hieß es also den Bei­fah­rer­sitz wie­der­um aus­bau­en und über­le­gen, wie wel­che Kabel neu ver­legt und wel­che Tei­le noch für den Ein­bau benö­tigt wer­den. Dazu hat­te ich mir Hil­fe von Jens geor­dert. Am Frei­tag woll­ten wir dann alles schrau­ben. Zum Glück (im Nach­hin­ein) hat­ten wir schon am Diens­tag damit allei­ne begon­nen. Erst ein­mal die alte AGM Bat­te­rie her­aus­neh­men und dabei auf die Ver­mei­dung von Kurz­schlüs­sen achten. 

Jetzt die neue Bat­te­rie in die­sem frei­en Raum unter­brin­gen. Ein klein wenig Sty­ro­por half bei der Befes­ti­gung die­ser. Der Unter­grund hat ein Absatz von 1,2cm gehabt und muss­te aus­ge­gli­chen wer­den. Die Bat­te­rie selbst habe wir mit einem Gurt­band befes­tigt. Hier den­ke ich soll­te ein ande­res Gurt­band oder eine ande­re Lösung irgend­wann erfol­gen. Sicher, die Bat­te­rie kann unter dem Sitz nicht her­aus. Auch bei einem Unfall soll­te nichts pas­sie­ren. Jedoch falls es wirk­lich zu einem Unfall kommt und die Bat­te­rie ver­dreht sich, kann es zu einem Kurz­schluss kom­men und ein Brand ent­ste­hen. Also dar­an denken!

Dann ein Kabel zur Star­ter­bat­te­rie, damit auch die­se von der Span­nung über­wacht wer­den kann. Die­ses Kabel muss­te unter der Fuß­raum­ver­klei­dung durch und wur­de auch noch mit einem Schlauch umman­telt. Gehol­fen hat ein guter Draht zum Durch­ste­chen. Ange­schraubt irgend­wo an der Bat­te­rie. Haupt­sa­che am Pluspol.

Der nächs­te Schritt war die Ver­bin­dung der Bat­te­rie mit der Mas­se (schwar­zes Kabel „-”) zum Mess­s­h­unt und von dort zu den ande­ren Mas­se­ka­beln her­zu­stel­len. Zur Lösung die­ses Pro­blems gab es zwei Kabel mit 30mm² a´30cm Län­ge mit jeweils einer 8mm und einer 10mm Öse am Ende. Wei­ter­hin ein Mas­se­ver­bin­der mit 2x 8mm zur Auf­nah­me der vor­han­de­nen Mas­se­ka­bel und der Ver­bin­dung mit dem neu­en Kabel des Mess­s­h­unts. Alles auch nur, weil die Bat­te­rie 8mm Ver­schrau­bung hat und der Mess­s­h­unt mit 10mm aus­ge­stat­tet ist.  Die vie­len roten „+“ Kabel konn­ten ja vor­ab gleich an der Bat­te­rie ange­bracht wer­den. Dazu gehör­te auch das Mess­ka­bel des Shunts und ganz klar auch das vom Solar­la­de­reg­ler. Und wie es sich gehört sind alle roten Kabel mit den ent­spre­chen­den Siche­run­gen bestückt wor­den. Bevor wir jedoch die Kabel über­haupt ange­bracht haben, wuss­ten wir mehr­fach über­le­gen, was Plus und Minus in wel­cher Far­be ist und wo was ran­kommt. Ein Kurz­schluss und die teu­re Bat­te­rie wäre dahin gewe­sen. Komisch, auch dass bei der alten Bat­te­rie das Minus links und Plus rechts war. Jetzt lie­gen bei­de Anschlüs­se sehr eng bei­ein­an­der und sind umge­dreht. Also rechts „+“ und links „-”. Recht ver­wir­rend die­ses Spiel Minus = Mas­se und Schwarz, Plus gleich Rot und gefähr­lich, weil Strom drauf ist und abge­si­chert wer­den muss. 

Somit war der Betrieb zunächst pro­vi­so­risch gewähr­leis­tet. Die Anla­ge per Blue­tooth ver­bun­den. Cool, die Anzei­ge funk­tio­niert. Auch der Solar­strom brach­te Leis­tung auf die Bat­te­rie. Auch die Anzei­ge des Bat­te­rie­wäch­ters ist schon funk­ti­ons­fä­hig. Die anstren­gends­te und schwie­rigs­te Auf­ga­be war, ein Daten­ka­bel vom Shunt zur Bat­te­rie­an­zei­ge her­auf­zu­füh­ren. Die Bat­te­rie­an­zei­ge soll selbst­ver­ständ­lich gleich neben den ande­ren Anzei­gen ange­bracht werden. 

Leu­te, ich kann euch sagen, was wir da rum­ge­fum­melt haben. Ganz unten eine schwar­ze Ver­klei­dung der B‑Säule abge­nom­men. Hier sind die Ein­stiegs­be­leuch­tung und der Schal­ter der Trep­pe unter­ge­bracht.  Dann eine hell­graue Ver­klei­dung dar­über. Die­se habe wir nicht mal ansatz­wei­se abbe­kom­men. Zunächst die Flie­gen­git­ter­tür abmon­tiert, dann die Ver­schrau­bung gelo­ckert. Wir muss­ten trotz­dem fest­stel­len, dass die­se Ver­klei­dung auch noch ver­klebt ist. Also von oben immer ein Stück nach unten gefum­melt. Jetzt bleibt „nur“ noch das Stück der obe­ren Ver­klei­dung und die Holz­ver­klei­dung der Abla­ge. Vor der obe­ren Ver­klei­dung ist eine wei­ße Holz­ver­klei­dung ange­bracht und ver­deckt eine Schrau­be, wel­che gelöst wer­den müss­te, um die­se Plas­te­ver­klei­dung abzu­neh­men. Wie jedoch bekommt man die wei­ße Holz­ver­klei­dung ab? Gar nicht. Die­se ist von der inne­ren Abla­ge oben mit drei Schrau­ben befes­tigt und noch zusätz­lich ver­klebt. Die gro­ßen Fugen sind mit Dicht­band ver­sie­gelt wor­den. Kein Durch­kom­men mit einem Kabel. Auch die Karos­se­rie hat an vie­len Stel­len gestört. So muss­te von der Bei­fah­rer­sei­te das Kabel immer Stück für Stück durch­quetscht wer­den. Kei­ne all­zu gute Lösung, da das Kabel jetzt gequetscht wird, jedoch soll­te die­ses auch nie wie­der aus­ge­tauscht wer­den. Hof­fen wir zumindest. 

End­lich kam am Frei­tag die erwar­te­te Hil­fe. So konn­te ein Pro­fi auf die Kabel­ver­le­gung schau­en und all den Pfusch besei­ti­gen. Ich den­ke, mit die­sen Mög­lich­kei­ten, die wir hat­ten, haben wir das wirk­lich gut hin­be­kom­men. So rich­tig weh getan hat das Boh­ren des Loches für die Anzei­ge des Bat­te­rie­com­pu­ters. Mit einer 50mm Loch­kreis­sä­ge ging es ganz gut. Der Staub wur­de auch gleich abge­saugt. Dann haben wir mit einem Schleif­stein und der Bohr­ma­schi­ne das Loch auf 53mm erwei­tert. Jetzt passt die Anzei­ge super rein. Alle Kabel wur­den jetzt ordent­lich ver­legt und ver­zurrt.  Auch die Solar­do­se hat eine eige­ne Staub­kap­pe erhalten. 

Stolpe an der Oder … 

Musel hat­te zwi­schen­durch die Zeit genutzt und alle Sachen gepackt. Es ging noch am sel­ben Abend nach Stol­pe. 
Doch zuvor haben wir getankt. Das ers­te Mal mit Ber­tha – Pay. Eine Zah­lungs­me­tho­de, die unge­wöhn­lich ist. 
Also: du schaust in der App „Ber­tha“ – benannt nach der Ber­tha Benz, die als ers­te mit einem Auto eine Fern­fahrt von Mann­heim nach Pforz­heim und zurück unter­nahm und damit der Erfin­dung erst den not­wen­di­gen Vor­schub gab- nach einer Tank­stel­le in dei­ner Nähe und siehst die aktu­el­len Prei­se. Bei eini­gen kann man auch gleich damit bezah­len.  Da gibt man nur die Zapf­säu­le ein, dann wird getankt und fer­tig. Kein Rein­ge­hen und Anste­hen an der Kas­se. Der Beleg kommt per Mail. Dort steht alles drauf (bis auf den Kilo­me­ter­stand). Ich hof­fe immer noch, dass die Poli­zei nicht kommt. 

Ange­kom­men sind wir in Stol­pe gegen halb acht im Dun­keln. Der Platz war schon mit sie­ben Fahr­zeu­gen gut gefüllt. Rück­wärts haben wir uns an den Wald­rand gestellt mit genü­gend Abstand zu ande­ren Fahr­zeu­gen.  Es war ok. Eine ruhi­ge Nacht und mit einer kur­zen Heiz­pe­ri­ode. Wir hat­ten die­se auf 17°C gestellt. 
Wie­der die­se lecke­ren Bröt­chen. Dann sind zwei Cam­per weg­ge­fah­ren. Somit hat­ten wir die Mög­lich­keit umzu­par­ken und einen Platz quer zur Oder und mit viel Son­ne zu ergat­tern. Schließ­lich woll­ten wir die Mar­ki­se mal pro­bie­ren. 
Lei­der fiel jetzt die Was­ser­pum­pe aus. Micro­schal­ter an den bei­den Brau­sen sind in Ord­nung und die Siche­rung ist auch ok. So muss­ten wir den Falt­ka­nis­ter mit Was­ser voll machen und die Wasch­ti­sche befül­len, um uns so wei­ter behel­fen zu kön­nen. Nicht schön, jedoch was eine rich­ti­ge Cam­per-Fami­lie aus­macht, ist halt die Genüg­sam­keit und die Ruhe, mit sol­chen klei­nen Wid­rig­kei­ten umzu­ge­hen. 
Die anschlie­ßen­de Wan­de­rung führ­te uns ins benach­bar­te Dorf (Stol­zen­ha­gen). Dort gibt es ein Cam­ping­platz. Für 10€ plus Strom, Was­ser … hät­te man dort ste­hen kön­nen, wenn der Platz nicht wegen Über­fül­lung geschlos­sen wäre. Ein Kie­ler Bus woll­te dort auch noch rauf. In die­sem Nest gibt es wirk­lich nichts zu sehen. Nicht mal einen Laden oder etwas ande­res, nur eine Kir­che. Aller­dings haben wir auf unse­rem Rund­weg immer neue Cam­per ange­trof­fen, die auch noch dort hin­woll­ten. Zurück dann zu unse­rem kos­ten­frei­en Stell­platz. -
Schreck, wie vie­le Fahr­zeu­ge auf solch einen klei­nen Platz pas­sen. Glück, dass wir einen Pre­mi­um­stand­ort hat­ten. Der Kie­ler hat sich jedoch noch vor uns irgend­wie rein­ge­quetscht. Zum Glück­hat­ten wir dank unse­rer genia­len Stell­wei­se noch genü­gend Abstand zu ande­ren Cam­pern. Hin­ter uns konn­te kei­ner mehr rein, da ansons­ten der Wohn­wa­gen nicht mehr her­aus­ge­kom­men wäre. Trotz der Son­ne haben wir auch an die­sem Wochen­en­de die Mar­ki­se nicht aus­ge­fah­ren.  Dafür hat die Ver­dun­ke­lung mit den Magne­ten sehr gut funk­tio­niert. Ein­fach an die bei­den Sei­ten­tü­ren pap­pen, die Front­schei­be zuma­chen und fer­tig. Innen ein schö­nes Mus­ter und außen schwarz mit Wär­me­däm­mung. Es ist am Abend von unse­rem Licht nichts oder nur wenig zu sehen. Gelohn­te Inves­ti­ti­on sage ich mal. 
Am Sonn­tag gab es zum Abschluss eine grö­ße­re Run­de mit rund 12km. Ein Rund­weg an der Oder ent­lang bis kurz vor Stütz­kow über Alt-Galow durch den Wald bis zum Fahr­rad­ca­fé „Fuchs und Hase“. 
Zurück mit Spir­to über die Land­stra­ßen mit lan­gem Anste­hen an einer Bau­stel­le. Der Weg über die Auto­bahn war zu risi­ko­reich, da wir um sie­ben einen Ter­min in der „alten Schmie­de“ hatten. 

Gut, vor Ort im Restau­rant frag­te kei­ner nach einer Reser­vie­rung. Der Tisch muss­te noch gesäu­bert wer­den. Dann war­te­ten wir 20–25min bis wir einen Kell­ner anspra­chen, um uns bedie­nen zu las­sen. Das woll­te er auch gleich machen. Da ich ihn am Arm fest­hielt um ein Weg­ge­hen zu ver­mei­den, hat­te er sich beschwert. Nur schnell raus hier. 
Bit­te geht nicht zu die­sem Ita­lie­ner. Die Prei­se sind über­durch­schnitt­lich und der Ser­vice wie wir ihn erlebt haben grot­ten­schlecht!
Wir sind dann an die B2 gefah­ren und haben dort beim Ita­lie­ner Samt­hoch­zeit gefeiert. 

Der Ter­min in der Werk­statt ist auf den 26.September gelegt. Hier muss die Was­ser­pum­pe getauscht, der Durch­lauf des Was­sers zur Küchen­spü­le, die Tür­ver­klei­dung an der Schie­be­tür und die Dich­tung an der Küchen­spü­le geprüft und repa­riert werden. 

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