Lausitzer Bergbaugebiete

Noch mal Buckow

Bereits in der Vorwoche nutzten wir die warmen Sonnenstrahlen, um uns wieder einmal in Buckow umzuschauen. Schon der Nachmittag / Abend wurde für ein Picknick auf der Wiese genutzt. Endlich fangen auch die Bäume und Sträucher an zu blühen. Erstmalig in diesem Jahr konnten wir somit draußen am Tisch frühstücken. Mit Blick auf die kleine Hügellandschaft vor dem Parkplatz.
Den Tag selbst hatten wir am Zermützelsee auf dem tollen Panoramaweg oben am Waldrand verbracht. Einige Zeit erholten wir uns an einer kleinen Badestelle direkt am See. Zum Baden war es jedoch noch zu kalt.

Himmelfahrt

Heute am „Vatertagswochenende“ soll es zu einem längerem Aufenthalt losgehen. Zwar regnet es hier zu Hause schon wieder ein bisschen, jedoch lassen wir uns davon nicht abhalten. Der erste Weg führt uns zunächst jedoch nach Schönefeld zum Terminal 5. An diesem Ort konnte ich in der letzten Woche einen Termin zum Impfen buchen. Allerdings hat sich vorgestern schnell herausgestellt, dass die Priorisierung vom Arbeitgeber überhaupt nichts taugt. So haben es viele andere Kolleg*innen berichtet. Ich versuche es trotzdem und werde dann erzählen.

Impfen

Wir sind heute gegen 17:40 auf dem Parkplatz angekommen. Nach der ersten Kontrolle des QR-Codes wurde ich weitergelotst zu einer Vorauswahl. Hier musste ich meinen Ausweis und die Begründung, warum eine Priorität vorliegt, vorzeigen. Da kam wie erwartet die Info, dass es ein Problem gibt. Zunächst fehlte der Stempel des Arztes. Nachdem ich mitteilte, dass es ein Arbeitgeberschreiben zum §4 ISG ist, fehlte der Nachweis, dass ich dort wirklich arbeite. Wie soll ich das machen ohne Firmenausweis? Jedoch war alles ganz harmonisch. Ich wollte eigentlich schon wieder gehen, und da sagte der freundliche Mann, „gut dann glauben wir das mal. Sie werden mich ja nicht anlügen“. Nach dieser ersten Aufregung dachte ich: alles gut. Ein kleiner Wartebereich um danach den Aufnahmebogen / Laufzettel ausfüllen zu lassen. Hier auch wieder die Frage nach dem ärztlichen Attest (Arbeitgeber). Ich habe da irgendwas gestammelt. Der Kollege hat die Daten dann aufgenommen. Die Krankenkassenkarte musste ich nicht mehr vorlegen, da wir von unserer Versicherung noch nie eine bekommen hatten.
Weiter ging es um die Ecke. Hier wurde ich vor den Kabinen, fünf Stück an der Zahl, persönlich platziert. Weitere 12 min und schon konnte ich mit der Ärztin sprechen. Ich glaube, am längsten hat das Aus- und Anziehen meines Hemdes gedauert. Die Spritze selbst habe ich überhaupt nicht gespürt.
Hier ein paar kleine Fakten: 17:48 Aufnahme; 36,8°C; 18:10 geimpft; 18:25 aus der Halle raus.
Der nächste Termin steht auch schon fest. Am 26. Juni geht es wieder dahin.

Impftermin
Spree und Talsperre

Die Reise führte uns wieder einmal nach Bräsinchen an der Spremberger Talsperre. Acht Fahrzeuge stehen hier schon. Für uns gibt es ein kleines Plätzchen zwischen zwei Gruppen. (Dresden und Cottbus).
Nun ist es für heute genug mit Aufregung. Wir legen uns ins Bett und hoffen auf einen trockenen Freitag.
Ein gemütliches Frühstück und dann sind wir zur Umrundung des Sees aufgebrochen. Es sollte nur ein kleiner Spaziergang werden. Es ging insgesamt 18 km durch den Wald und manchmal auch direkt am See entlang. Alte Ferienhaussiedlungen, davon einige in Betrieb und viel Kiefernwald. Mehr gab es nicht zu sehen. Unterwegs haben wir zwei Parkplätze mit der Möglichkeit zum Baden ausgemacht. Jetzt zurück gibt es erst einmal leckeren Rhabarberkuchen.

Lausitz

Zum Nachmittag haben wir unsere Sachen gepackt und sind zur alten F60 hinübergependelt. Eigentlich wollten wir direkt am Bergheider See stehen. Leider ist dieser Platz durch eine Schranke gesperrt. So stellten wir uns kurz entschlossen auf einen kleinen Parkplatz. Von hier sind wir nach einem Regenguss ein kleines Stück zum Heidesee gelaufen. Das reichte uns dann insgesamt an anstengenden Tätigkeiten. Zum Abend erstmalig ein One-Pot-Gericht (Dinkel mit Paprika und Zwiebeln).
In der Nacht hatten wir dann auch die hintere Dachluke offen, um die Feuchtigkeit gleich nach außen abzuleiten und es nicht ganz so warm innen zu haben. Ob es geklappt hat mit der Feuchtigkeit, wage ich zu bezweifeln. Gegen 8:00 Uhr sind wir bei 30°C und 45% Feuchtigkeit aufgewacht. Naja, macht ja nichts. Nach dem Frühstück haben wir eine „kleine” Wanderung um den Bergheider See gemacht. Ein riesiger Strand, welcher wohl im Sommer massig belegt sein wird. Imposant der liegende Eiffelturm. Viele Kraterlandschaften durch den abgespülten Sand und teilweise unzugängliche Gebiete. Schon ein eigenartiges Gefühl um so einen ehemaligen Tagebau herumzulaufen. Am Anfang war mit den Wegen und dem Strand alles noch o.k., jedoch sind wir dann durch gesperrtes Gebiet gelaufen und da dann noch Kohlenstaub vorzufinden ist echt eigenartig. Teilweise roch die Luft auch nach diesem Kohlegries. So irgendwie eisenhaltig oder halt anders als gewohnt. Trotzdem eine wunderschöne Wanderung. Die ersten Segler waren auch schon unterwegs. Zum Schluss gab es noch einen Aufstieg mit Rundblick.

Auf dem Weg um den See haben wir einen Übernachtungsplatz oberhalb der alten Grube nahe am Strand entdeckt. Mal sehen…

Senftenberg

Der eigentliche Stellplatz, den wir uns ausgesucht hatten, war nicht so richtig von der Straße aus zu finden. Deshalb ging es gleich weiter.

Am Nachmittag war es dann so schön warm, so dass wir kurzentschlossen nach Senftenberg zum Eisessen fuhren. In der Stadt angekommen wurde es kalt und kräftige Regenschauer überraschten uns. Für ein Eis haben wir uns trotzdem noch Zeit genommen und extra untergestellt. Auch nachher am See hat es für ein Bier und Pommes gereicht. Schwierig wurde es für uns nun, einen Platz zum Übernachten zu finden. Irgendwie hatten wir keine richtigen Ideen. Alles mögliche haben wir in Betracht gezogen. Nichts wollte so richtig passen. Einsame Stellen bei Park4Night hatten immer ein Übernachtungsverbot. Noch weiter südlich wollten wir nicht.

Spreewald

Musel schlug die Slavenburg in Raddusch im Spreewald vor und dort sind wir also gelandet.
Kurz vor der Ankunft fuhren wir eine Abkürzung über eine geteerte Straßen mit der Freigabe für die Landwirtschaft. Zwei Fahrzeuge hätten keinen Platz gehabt. Es kam uns zum Glück auch keiner entgegen auf diesem Gelände des alten Bergbaugebietes.

Auf dem Platz neben der Burg stehen nur VAN’s und WOMO’s. So etwa 15 Stück. Für diese Nacht sollte es reichen. Die Aussicht auf ein Feld womöglich auch. Was ist das noch für ein herrliches Wetter geworden: warm genug um draußen zu sitzen, die Aussicht auf das Feld zu genießen und hinter uns liegt der Parkplatz mit den anderen Fahrzeugen.

Heute beginnt der Sonntag mit frischem Brot vom Bäcker (gestern gekauft), weil wir keine Schüssel beihatten, um selber Brötchen zu backen. Eventuell gibt es ja eine kleine Hefeschüssel, die ständig hier drin bleiben kann.
Es sollte eine kleine Runde werden. Nur so um den See herum. Doch wie es immer so ist, kommt es doch anders. Eine gesperrte Straße und jede Menge Verbotsschilder reizten uns doch sehr. So im nirgendwo steht im Wald ein Stein „ Hier war unser Dorf Kahnsdorf“. Das mutet schon komisch an, wenn auf Grund der Braunkohle Siedlungen verschwinden und jetzt unter einem See begraben sind.
Irgendwie muss man doch hier herkommen. Reifenspuren und viele Hochsitze gibt es hier. Ganz einsam, die gut geteerte Straße. Dann noch ein paar Waldwege und der See ist umrundet.

Wohlig geschafft nutzten wir den restlichen Tag zum gemütlichen Chillen im Sonnenschein. Am Abend ging es zurück.

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