Kalt und heiß

Uns trieb es auch an die­sem Woh­nen­de in die Natur hin­aus. Es wur­de mal so rich­tig kalt. Das woll­ten wir in Spir­to auch erle­ben. Aller­dings soll­te es nicht irgend­wo im Wald sein, damit wir nicht fest­ste­cken oder irgend­wie anders lie­gen blei­ben, son­dern auf einer befes­tig­ten Flä­che.
Da fiel uns sogleich Küs­trin ein. Also dort­hin. Zuvor hat­ten wir Spir­to schon rei­se­fer­tig gemacht. Anders als sonst war jedoch die Frisch­was­ser-Ablass­öff­nung ein­ge­fro­ren. Wir woll­ten kei­ne Gewalt anwen­den und benut­zen für unser Was­ser einen Falt­ka­nis­ter und einen neu­en Kraft­stoff­tank.
Auch mit die­ser Art kön­nen wir also umge­hen. Was­ser aus dem Tank, zum Waschen erst ein­mal auf­hei­zen im Topf. Die Klo­spü­lung dann mit einem Becher. Hört sich jetzt nicht so berau­schend an, jedoch kom­men wir wenn es sein muss auch damit klar. 

Kaum ange­kom­men wur­den wir von einem neu­em Zaun zur Absper­rung wegen der Schwei­ne­pest über­rascht. Zum Glück gab es auch ein Tor, so dass wir nicht über den Zaun klet­tern müs­sen. Der Abend begann immer käl­ter zu wer­den und beglück­te uns mit einem tol­lem Ster­nen­him­mel. (Die bei­den dunk­len Fotos)
Vor­sorg­lich hat­ten wir noch einen Vor­hang aus Ther­mo­stoff orga­ni­siert. Auch die bei­den Türen wur­den von oben mit Iso­lier­ma­te­ri­al abge­deckt, so dass die Käl­te nicht ins Inne­re hin­ein­kommt und wir weni­ger hei­zen müs­sen. Das hat sich bewährt. Am Mor­gen hat­te ich die Fah­rer­tür geöff­net und es war innen beim Ein­stieg alles gefroren. 

Ja, in der Nacht waren es drau­ßen — 11°C. Dank unse­res Gas­vor­ra­tes: zum Sit­zen immer 21 Grad und zum Schla­fen 14 Grad vor­ne. Das Ther­mo­me­ter hin­ter dem Vor­hang zeigt: 6,57°C.
Die Inves­ti­ti­on für den Vor­hang hat sich also auch schon gelohnt. Wir konn­ten gut und gemüt­lich die Nacht verbringen. 

Am Sams­tag ein Spa­zier­gang nach Küs­trin, und wei­ter über die Brü­cke bis kurz vor den Grenz­über­gang. Zurück dann zum Kaf­fee und Kuchen. Kaum waren wir in Spir­to ein­ge­stie­gen, zeig­te der Bat­te­rie­stand nur noch 50% Strom. So viel hat­ten wir noch nie, nicht mal an drei Tagen ver­braucht. Dabei waren es nur zwei Stun­den Abwe­sen­heit gewe­sen.
Aha, gefun­den. Die Hei­zung des Abwas­ser­tanks hat­ten wir ange­stellt, da wir beim Waschen und Abwa­schen fest­stell­ten, dass das Was­ser nicht ablief. Wegen der Käl­te ist dort auch alles ein­ge­fro­ren. Mit der Hei­zung lief dann das Abwas­ser raus. Wir müs­sen dar­an den­ken, nie­mals die­se Hei­zung anzu­las­sen!
Mit der ori­gi­na­len Bat­te­rie wären wir jetzt am Ende gewe­sen, die­se schafft ja nur 45 Ah und 100,7 wur­den ver­braucht. Damit kli­ni­scher Tod für die­se alte Bat­te­rie. Wie­der ein­mal etwas dazu­ge­lernt.
Sonn­tag­vor­mit­tag gab es einen kur­zen Besuch der Oder­hän­ge in Lebus. Hier kom­men zum Früh­lings­an­fang immer die Ado­nis­rös­chen zum Blü­hen. Jetzt waren die­se noch mit Schnee bedeckt. Auch hier gibt es einen guten Stell­platz für die Nacht. Und dann oben auf dem Berg einen wei­ten Blick Rich­tung Polen. 

Heu­te ist Valen­tins­tag. Wir haben uns mit einem ordent­li­chem Menü verwöhnt.

  • Fac­cacia mit Ros­ma­rin, Thy­mi­an & Meersalz
  • Kräu­ter-Seit­ling-Scallops auf Man­go-Chi­li-Coulis mit gerös­te­tem Blumenkohl
  • Süß­kar­tof­fel-Karot­ten-Oran­gen-Crè­me mit Cur­ry & gerös­te­ten Kernen
  • Port­o­bel­lo-Steak auf Rote Bee­te-Risot­to mit Pecan-Nüs­sen & Minz-Pesto
  • Zart­bit­ter-Brow­nie mit Wald­bee­ren & gesal­ze­nem Karamel

Dazu als Apé­ri­tif einen Weiß­wein und zur Beglei­tung einen Rot­wein. Auch die gemein­sa­me Zube­rei­tung hat schon rich­tig Spass gemacht.

Die Vor­be­rei­tun­gen für nächs­te Woche lau­fen schon. Es soll „rich­tig” warm wer­den. Der Vor­hang wur­de pass­ge­recht fer­tig genäht. Zur Befes­ti­gung haben wir Druck­knöp­fe ange­bracht. Auch zum ers­ten Mal haben wir die Osmos­an­la­ge aus­pro­biert. Hat super funk­tio­niert. Ab jetzt wird Spir­to immer gut aus­se­hen. Und das nur mit rei­nem Was­ser, ohne wei­te­re Zusätze. 

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